Kreisverband Mainz

Herr Dr. Gerd Eckhardt, Vorsitzender der Seniorenunion Mainz, lud die Mitglieder der Seniorenunion zu einem Gedankenaustausch mit der neuen Gemeindeschwester ’plus‘, Maria Ettinger, am 23. Juni 2026 in die AWO in Mainz ein. 

Sicher der Hitze an diesem Nachmittag geschuldet folgten nur wenige Zuhörer der Einladung, die aber dann einen guten Einblick in die Arbeit von Frau Ettinger gewonnen haben, die wichtigsten Punkte gebe ich gern in einem Kurzprotokoll wieder: 

Seit dem Jahr 2015 bietet das Land Rheinland-Pfalz mit den Gemeindeschwestern ’plus‘ ein Beratungsangebot für Seniorinnen und Senioren an, um sie dabei zu unterstützen so lange wie möglich ein eigenständiges Leben in ihrem eigenen Zuhause zu führen. Die Zielgruppe sind Menschen über 80 Jahre ohne Pflegegrad. 

Die Gemeindeschwester ’plus‘ ist eine ausgebildete Pflegekraft, bietet jedoch keine Pflege an, sondern berät, gern bei persönlichen Besuchen bei den Senioren. Sie berät in vielen Lebenslagen, sei es bei Einsamkeit, Sturzprophylaxe, Wohnungsumbau, Notrufknopf, Bewegung, Ernährung usw. Sie vermittelt 
Unterstützung bei der Hausarbeit und beim Einkaufen. Im Vordergrund steht die Prävention und nicht die tatsächliche Betreuung, wenn hier Hilfe erforderlich ist, wenden sich die Menschen an die Fachkräfte in den Pflegestützpunkten. 

Frau Ettinger kennt die Stellen, kennt die Telefonnummern und Ansprechpartner, die sie gern vermittelt, auch an die Angehörigen. 

Es gibt Netzwerke, die alten Menschen in Mainz, in den Ortsteilen, unterstützen, die sich aus Ortsvorsteher, Sozialen Diensten und Kirchen zusammensetzen.  

Es werden Besuchsdienste organisiert, es gibt Nachbarschaftshilfen, auf die man zurückgreifen kann. 
 
Bitte schauen Sie auf den entsprechenden Internetseiten in der Stadt Mainz nach, es gibt eigene Seniorenveranstaltungen, die in einem speziellen Seniorenkalender veröffentlicht werden, seien es Vorträge zur Gesundheit, Schulungen wie man sich in der digitalen Welt zurechtfindet, das Smartphone richtig bedient und sich bei Online-Anwendungen selbst helfen kann.  

In der anschließenden Fragerunde ging es auch um Unterstützung älterer Menschen durch die Seniorenunion, gerade was Einsamkeit angeht, mache die SU gute Angebote mit Vorträgen und Ausflügen, hier sollten wir näher hinschauen, ob wir nicht mit einem Fahrdienst älteren Menschen eine Teilhabe ermöglichen können.  

Wir wurden aufgefordert, Verbesserungsvorschläge für das Leben in unserer Stadt entsprechend weitzugeben, z.B. an die Ortsvorstehen; eine Bitte wurde dann auch spontan geäußert, die Busfahrer mögen vor der Weiterfahrt darauf achten, dass die Älteren einen Sitzplatz eingenommen haben. 

Die Anwesenden fanden die Informationen bereichernd und dankten der Referentin herzlich. 

Ein Prospekt mit den Koordinaten von Frau Ettinger ist diesem Kurzprotokoll beigefügt, sie ist für die Oberstadt in Mainz zuständig, leitet aber Anfragen aus anderen Stadtteilen gern entsprechend weiter.